Perspektive Norden

Wettbewerbsbeitrag zum „Stadteingang Slüterstraße“ in Rostock

Entwurfsvorschlag zum Wiederaufbau des Stadttores an der Petrikirche in der Rostocker Altstadt.

Dem Entwurf liegt die Besonderheit des Ortes im Spannungsfeld der Altstadt und dem Übergang zum Entwicklungsgebiet vor der Altstadt zugrunde.
An dieser Stelle wurde in der Vergangenheit die Kontrolle zum Schutz der Stadt vor dem „Land“ vollzogen. Durch den Wegfall dieser Einheit entstand im Umriss der Stadtfigur und deren Übergang vom Außen zum Innen eine Fehlstelle.
Der Entwurf orientiert sich im Innern an dem Altstadtgrundriss und den Gegebenheiten der Parzelle. Die Nutzungen des Entwurfs werden auf der Parzelle umgesetzt um der Kleingliedrigkeit der Altstadt zu entsprechen.
Die Verteidigungslinie der Mauer wird funktionalisiert und nimmt neue Funktionen für Veranstaltung und Arbeiten auf. So wird das Nachziehen der historischen Stadtmauer mit seinem Bogen durch die Dynamik des Baukörpers dargestellt.
Das Tor ist eine Fehlstelle in der Mauer. Die entnommenen Steine sind zur Kanalisation der Verbindung zwischen Innen und Außen.
Diese Wirkung wird durch die Fassade überhöht, um sich gegen die feindliche Umwelt dem Straßenverkehr abzugrenzen, so ergibt sich eine klare Nutzungsabgrenzung in Arbeiten in der Spur der Stadtmauer und dem Wohnen im Innern der Stadt welche durch ein Rückrad der Erschließung verbunden ist. Der Veranstaltungsraum erhält einen Zugang in Verlängerung der Stadtmauer umso die Nutzungen zu trennen. Durch diesen Umstand teilen sich Wohnen und Arbeiten das gemeinsame Treppenhaus, die Veranstaltung hingegen nutzt diese nur als zweiten baulichen Rettungsweg die Erschließung erfolgt über die Grünanlage der Petri Kirche, somit erfolgt eine Konfliktentzerrung der einzelnen Nutzergruppen.
Die Raumstrukturen sind frei von tragender Struktur in stahlbeton Skelettbauweise um freie einteilbare Grundrisse zu erhalten, der Saal mit seinen 150 qm liegt mit ca. 6,00 m Raumhöhe über der Slüterstraße als Abschlussbildendes Element und öffentlich nutzbarer Bereich.

Bauherr
Hansestadt Rostock

Realisierung
2017

Bauvolumen
1.700 qm BGF

Planungsleistungen
HOAI-Leistungsphasen 1- 3
Grundlagenermittlung
Vorentwurfs-/Entwurfsplanung

Projektleitung

Mitarbeit